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Schädlingslexikon Schweiz
Dieses Lexikon beschreibt Merkmale, Spuren und typische Eintrittswege der häufigsten Schädlinge in Wohn- und Gewerbeimmobilien. Die Kriterien helfen, einen Verdacht nachvollziehbar zu prüfen.
Nagetiere und Schaben
Mäuse, Ratten und Schaben hinterlassen oft unterschiedliche Spuren. Kot, Nagespuren und Laufwege geben erste Hinweise für die Einordnung.
Kleine, dunkle Kotkrümel mit spitzen Enden, oft entlang von Wänden und hinter Schränken. Nagespuren an Verpackungen sind ein typisches Merkmal.
Grössere, walzenförmige Kotstücke und Laufspuren entlang von Mauerkanten, Kellern und Leitungen. Eintrittsstellen liegen häufig in Bodenbereichen.
Braune, flache Tiere, die sich bevorzugt in feuchten, warmen Bereichen aufhalten. Kotspuren erscheinen als kleine, dunkle Punkte in Spaltbereichen.
Textilien und weitere Arten
Bettwanzen, Wespen, Ameisen und Motten zeigen sich auf unterschiedliche Weise. Die folgenden Merkmale unterstützen eine erste sachliche Einordnung.
Kleine, rotbraune Spuren und dunkle Kotpunkte in Matratzennähten und Bettrahmen. Verstecke liegen oft in Ritzen nahe des Schlafplatzes.
Textilfasern und Fraßspuren an Wolle oder Pelz sowie kleine Gespinste in Schränken. Lebensmittelmotten findet man häufig in Vorratsbehältern.
Sichtbare Laufwege entlang von Wandkanten, Fensterbänken und Leitungen. Eintrittsstellen liegen oft bei Spalten oder Abflüssen.
Strukturierte Kontrolle
Ein systematischer Ablauf hilft, Spuren zu sichern und Beobachtungen nachvollziehbar zu dokumentieren, bevor Massnahmen geprüft werden.
Spuren sichern
Fundorte, Kot und Nagespuren fotografieren und mit Datum festhalten.
Eintrittsstellen prüfen
Fugen, Abflüsse, Türspalten und Leitungsdurchführungen kontrollieren.
Verstecke eingrenzen
Typische Rückzugsorte wie Schranknischen, Matratzen und Vorratsräume absuchen.
Massnahmen prüfen
Befund sachlich bewerten und bei Unsicherheit eine Fachperson beiziehen.