Nagetiere und Schaben

Typische Merkmale und Fundorte

Mäuse, Ratten und Schaben hinterlassen oft unterschiedliche Spuren. Kot, Nagespuren und Laufwege geben erste Hinweise für die Einordnung.

Hausmaus

Kleine, dunkle Kotkrümel mit spitzen Enden, oft entlang von Wänden und hinter Schränken. Nagespuren an Verpackungen sind ein typisches Merkmal.

Wanderratte

Grössere, walzenförmige Kotstücke und Laufspuren entlang von Mauerkanten, Kellern und Leitungen. Eintrittsstellen liegen häufig in Bodenbereichen.

Deutsche Schabe

Braune, flache Tiere, die sich bevorzugt in feuchten, warmen Bereichen aufhalten. Kotspuren erscheinen als kleine, dunkle Punkte in Spaltbereichen.

Textilien und weitere Arten

Erkennungsmuster und Eintrittswege

Bettwanzen, Wespen, Ameisen und Motten zeigen sich auf unterschiedliche Weise. Die folgenden Merkmale unterstützen eine erste sachliche Einordnung.

Bettwanzen

Kleine, rotbraune Spuren und dunkle Kotpunkte in Matratzennähten und Bettrahmen. Verstecke liegen oft in Ritzen nahe des Schlafplatzes.

Motten

Textilfasern und Fraßspuren an Wolle oder Pelz sowie kleine Gespinste in Schränken. Lebensmittelmotten findet man häufig in Vorratsbehältern.

Ameisen

Sichtbare Laufwege entlang von Wandkanten, Fensterbänken und Leitungen. Eintrittsstellen liegen oft bei Spalten oder Abflüssen.

Strukturierte Kontrolle

Vier Schritte zur Einordnung

Ein systematischer Ablauf hilft, Spuren zu sichern und Beobachtungen nachvollziehbar zu dokumentieren, bevor Massnahmen geprüft werden.

01

Spuren sichern

Fundorte, Kot und Nagespuren fotografieren und mit Datum festhalten.

02

Eintrittsstellen prüfen

Fugen, Abflüsse, Türspalten und Leitungsdurchführungen kontrollieren.

03

Verstecke eingrenzen

Typische Rückzugsorte wie Schranknischen, Matratzen und Vorratsräume absuchen.

04

Massnahmen prüfen

Befund sachlich bewerten und bei Unsicherheit eine Fachperson beiziehen.